Warum erkenne ich mich in meinem Human Design nicht wieder?
Diese Frage begegnet mir immer wieder.
„Ich erkenne mich in meinem Human Design überhaupt nicht wieder.“
Ich finde diese Frage spannend.
Denn hinter ihr verbirgt sich häufig viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet.
Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass es ganz unterschiedliche Gründe dafür geben kann.
Einer davon ist, dass wir häufig nur einen kleinen Ausschnitt unseres Charts betrachten.
Dabei besteht Human Design aus vielen Ebenen, die miteinander verbunden sind.
Der Typ.
Die Autorität.
Das Profil.
Die Zentren.
Die Kanäle.
Die Tore.
Die Variablen.
Und noch einiges mehr.
Jeder einzelne Aspekt erzählt einen Teil der Geschichte.
Erst das gesamte Chart zeigt, wie diese einzelnen Teile zusammenwirken.
Ein weiterer Gedanke ist mir im Laufe der Zeit wichtig geworden.
Ein Human Design besteht aus bewussten und unbewussten Anteilen.
Gerade die unbewussten Anteile erkennen wir selbst häufig nicht.
Ein Beispiel hat mich selbst nachdenklich gemacht.
Immer wieder haben Menschen zu mir gesagt:
„Du bist ganz schön konsequent.“
Ich konnte das lange Zeit überhaupt nicht nachvollziehen.
So habe ich mich selbst nicht gesehen.
Erst als ich begann, mich intensiver mit meinem Human Design zu beschäftigen, Zusammenhänge zu erkennen und mich auch mit meinen Schattenseiten auseinanderzusetzen, hat sich mein Blick darauf verändert.
Heute entdecke ich diese Konsequenz tatsächlich in meinem Chart.
Und ich erkenne sie auch in meinem Leben wieder.
Inzwischen kann ich sie annehmen.
Sie gehört zu mir.
Mich beschäftigt bis heute die Frage, ob wir unser Human Design jemals ganz verstehen können.
Ich glaube, ich werde auch mit achtzig noch neue Seiten an meinem Chart entdecken.
Und damit immer wieder auch neue Seiten an mir selbst.
Diesen Gedanken nehme ich mit Neugier an.
Denn genau das fasziniert mich am Human Design.

